Jahresbericht 2017 - Franzhilf

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Jahresbericht 2017

Steuerbegünstigte Spenden

Per 27.07.2009 erhielt unser Hilfswerk FRANZ HILF - FRANZISKANER FÜR MENSCHEN IN NOT damals noch unter dem Namen FRANZ HILF – FRANZISKANER FÜR MITTEL- UND OSTEUROPA den Spendenbegünstigungsbescheid des Finanzamtes Wien 1/23 mit der Geschäftszahl K 291/09. Der Bescheid wurde am 01.09.2017 erneuert und gilt auch für das kommende Finanzjahr. Unser CODE in der Liste der steuerbegünstigten Organisationen des Finanzministeriums lautet: SO1362

Spendenverwendung

Entsprechend den Zielen unseres Hilfswerkes (Unterstützung der sozial-karitativen und pastoralen, der Bildungs- und Ausbildungsarbeit der Franziskanischen Familie) wurden im Jahr 2017 in folgenden Ländern 121 Projekte unterstützt:

                                                                                                                                                        
Land Anzahl Euro   Land Anzahl Euro
Albanien 1 11.000,00   Montenegro 1 8.000,00
Angola 1 4.800,00   Mosambik 1 2.500,00
Bolivien 6 31.500,00   Myanmar 1 4.800,00
Bosnien 8 58.200,00   Rumänien 1 5.000,00
Brasilien 3 14.100,00   Russland 3 27.000,00
Burkina Faso 2 9.000,00   Serbien 3 20.000,00
Indien 2 12.900,00   Slowakei 1 25.000,00
Kamerun 2 13.100,00   Südsudan 1 3.500,00
Kenia 2 23.300,00    Tansania 5 38.300,00
Kasachstan 2 4.000,00   Uganda 1 10.000,00
Kirgisistan 1 2.500,00   Ukraine 61 461.750,00
Litauen 4 33.000,00   Ungarn 1 19.000,00 
Malawi 1 4.400,00   Weißrussland 5 16.100,00
Mexiko 1 8.000,00        
GESAMT         121 870.750,00

 

Von den bewilligten Finanzmittel entfielen (gerundet) auf:
Sozial-karitative Projekte: 89,36%
Pastorale Projekte: 10,64%

Schwerpunkte der Projekthilfe

Der Schwerpunkt unserer Projektförderung lag 2017 nach wie vor in den Ländern Mittel- und Osteuropas. Das Fördervolumen ist im Vergleich zu 2016 sogar nochmals leicht gestiegen, so dass insgesamt 92 Projekte mit insgesamt 690.550,00 Euro unterstützt werden konnten. Zugleich war es möglich die Fördersumme für die Länder des globalen Südens zu erhöhen. 180.200,00 € konnten für 29 Projekte in Asien, Afrika und Lateinamerika bereitgestellt werden.

Im Jahresvergleich zeigt das Projektfördervolumen weiter eine steigende Tendenz:
2014: 102 Projekte mit 664.762,00 Euro; 2015: 118 Projekte mit 766.076,35 Euro;
2016: 105 Projekte mit 823.350,00 Euro; 2017: 121 Projekte mit 870.750,00 Euro.

Mittel- und Osteuropa

FRANZ HILF hat auch 2017 einen Großteil seiner Mittel für die Ukraine zur Verfügung gestellt. Als das flächenmäßig zweitgrößte Land in Europa (nach Russland) gehört es zu den ärmsten europäischen Staaten.

Die Umwälzungen in der Ukraine haben die politische Weltlage durcheinander gewirbelt. Nach dem Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch 2015 bestimmen die Krise um die Krim und der Krieg in der Ostukraine die Schlagzeilen. Die Ukraine steht wirtschaftlich und politisch vor großen Herausforderungen. Der Waffenstillstand im Osten des Landes wird immer wieder verletzt, die Minsker Vereinbarungen, die den Einstieg in einen Friedensprozess ermöglichen sollen, sind nach wie vor nicht umgesetzt. Nach den bisherigen Verhandlungen zwischen Westeuropa und Russland wird deutlich, dass die Vorstellungen über eine mögliche UN-Friedenstruppe für die Ostukraine noch weit auseinandergehen.

Die Ursache für die große Anzahl an Projekten aus der Ukraine liegt aber nicht nur an der aktuellen Krise. In fast allen Regionen des Landes ist die franziskanische Familie präsent – und die Brüder und Schwestern des Franziskanerordens und der franziskanischen Kongregationen sind im sozialen und pastoralen Bereich sehr aktiv.

FRANZ HILF hat im vergangenen Jahr mehrere Armenküchen, Essen auf Rädern, Gesundheitszentren für behinderte Kinder, Tageszentren für  bedürftige Kinder, soziale Kindergärten, ein Kinderdorf, ein Frauenhaus für Frauen und Mütter in Not, ein Hospiz, Studentenheime für mittellose Studenten und Sozialzentren für Notleidende finanziell unterstützt. Außerdem werden mit der Hilfe von FRANZ HILF viele arme Familien, Alte und Kranke von den Franziskanern und Franziskanerinnen zuhause betreut (Zustellung von Lebensmittelpaketen, Kleidung, Medikamenten, Schulsachen, Heizmaterial usw.).

Ein weiteres Schwerpunktland war Bosnien und Herzegowina. Bosnien-Herzegowina ist seit dem Krieg (1992– 1995) in zwei Landesteile geteilt. Das sind Republika Srpska (RS) und die Föderation. In der RS ist zurzeit die prorussische Partei SNSD an der Macht, die eine verfassungswidrige Abspaltung von Bosnien-Herzegowina propagiert. Es ist nicht zu erwarten, dass die EU heuer Bosnien-Herzegowina einen Kandidatenstatus gibt. Inhaltlich haben die diversen Regierungsebenen schon seit langem nichts mehr getan. Trotzdem hat der Internationale Währungsfonds wieder einen Kredit gewährt, was eigentlich einen Bruch der Strategie "Geld für Reformen" darstellt. Beobachter fürchten, dass ein geplantes Staatspräsidium mit den Nationalisten Dodik und Dragan Čović von kroatischer sowie Fahrudin Radončić von bosniakischer Seite die Stabilität des Staates noch mehr gefährden könnte. Die Beobachter sind derweilen alarmiert, weil die Polizei in der RS mit 2.500 automatischen Langwaffen aus Serbien ausgerüstet werden soll. Man befürchtet, dass auch die Polizei im zweiten Landesteil Föderation nachrüsten könnte. Auch die Anwesenheit von radikal-völkischen Gruppen in der RS bereitet den Sicherheitsbehörden große Sorgen. Beim verfassungswidrigen RS-Feiertag am 9. Jänner tauchte die uniformierte Gruppe "Serbische Ehre" auf, die Verbindungen zum russischen Trainingszentrum im serbischen Niš und zu Dodik hat. Zunehmender russischer Einfluss wird auch durch ein zweites russisches Trainingszentrum in Bosnien-Herzegowina befürchtet. Das Innenministerium der RS will zudem Spezialeinheiten zum Training nach Russland schicken. Der Balkanstaat, der im Krieg (1992–1995) schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, hat noch immer keinen EU-Kandidaten-Status.

Auch die Investitionen aus arabischen Staaten sorgen bei den westlichen Beobachtern für Unruhe. Die islamischen radikalen Gruppen sind klein, aber sie fallen auf. Die hanafitische Islamische Gemeinschaft – die in Bosnien-Herzegowina seit der österreichisch-ungarischen Zeit wie eine Kirche aufgebaut ist – bekommt in Bosnien-Herzegowina nicht nur Konkurrenz durch Salafisten und populäre Youtube-Prediger ohne theologisches Fundament, sondern auch durch andere islamische Strömungen wie Millî Görüş, iranische Schiiten oder die türkischen Süleymancis. 70 Prozent wollen Para-Dschemats schließen Die allermeisten Bosnier lehnen diese Gruppen aber ab. Laut einer Umfrage des Center for Insights in Survey Research befürworten sogar mehr als 70 Prozent, dass Para-Dschemats, also Gemeinschaften, die nicht zur offiziellen Islamischen Gemeinschaft gehören, zugesperrt werden. Wenn es um die Zustimmung zum säkularen Staat geht, dann ist diese bei allen drei großen Volksgruppen (Bosniaken, Serben, Kroaten) etwa gleich groß, die absolute Zustimmung für den Säkularismus ist aber bei den Bosniaken, also den Muslimen, am stärksten ausgeprägt. Sie sind insgesamt am prowestlichsten ausgerichtet. Für Verunsicherung sorgen bei den Bosniern aber trotzdem Investitionen aus arabischen Staaten und der zunehmende Tourismus aus dem arabischen Raum. Man fürchtet, dass mit dem arabischen Geld auch der Einfluss des Salafismus wachsen könnte.

Die Franziskaner sind in Bosnien und Herzegowina präsent und spielten in der Geschichte des Landes eine sehr große Rolle. Es gibt zwei Franziskanerprovinzen. Vor allem in der osmanischen Zeit waren die Franziskaner lange Zeit die einzigen amtlichen Vertreter der katholischen Kirche im Lande.

In Bosnien unterstützte FRANZ HILF im Jahr 2017 mehrere Armenküchen, den Wiederaufbau von Wohnhäusern für die Rückkehrer nach dem bosnischen Krieg, ein Altersfürsorgeprojekt, ein Studentenheim für mittellose Studenten, Programme für Friedensdialog und Versöhnungsarbeit zwischen den ethnischen und religiösen Gruppen in Bosnien.

Außerdem werden mit der Hilfe von FRANZ HILF viele arme Familien, Alte und Kranke von den Franziskanern zuhause betreut (Zustellung von Lebensmittelpaketen, Kleidung, Medikamenten, Schulsachen, Heizmaterial usw.).

In Litauen hat FRANZ HILF vor allem Projekte der Franziskanerjugend in Vilnius und in Kretinga finanziert. Die Franziskanerjugend aus Vilnius besucht und betreut regelmäßig zwei Anstalten für junge Strafftäter (jeweils für Burschen bzw. Mädchen). Sie besuchen auch Häftlinge im Gefängnis und arbeiten mit vernachlässigten und armen Kindern in einem Kinderhort.

In Kretinga arbeitet die Franziskanerjugend mit Drogenabhängigen und Alkoholikern in einem Zentrum für Menschen mit Abhängigkeiten. Zusätzlich werden die Jugendlichen bei ihrer Arbeit mit Kindern aus Familien in schwierigen Verhältnissen im Vorschulalter unterstützt. Die Franziskaner führen in Kretinga auch ein Tageszentrum für Schulkinder aus Familien mit schwierigen Verhältnissen.

In Russland unterstützte FRANZ HILF das Obdachlosenheim mit Resozialisierungsprogrammen und die Armenküche der Franziskaner in Ussurijsk. In St. Petersburg half FRANZ HILF den Franziskanerinnen bei ihrer Hilfstätigkeit mit syrischen Flüchtlingen. In der Stadt Saratow wiederum wurden die Franziskanerinnen bei ihrer Arbeit unter den Armen finanziell unterstützt.

In Serbien hat FRANZ HILF zwei Kinderhorte für bedürftige Kinder in der nördlichen Region Vojvodina finanziert. In der Hauptstadt Belgrad wurden die Aktivitäten der Franziskaner im Bereich Friedensarbeit und Dialog unterstützt.

In Ungarn konnte FRANZ HILF bei einem Projekt dazu beitragen, dass durch einen Zubau im Pflegeheim der Franziskanerschwestern die Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals verbessert wurden.

In Weißrussland konnte FRANZ HILF einen wichtigen Beitrag bei der sozialen Hilfe für arme Studenten aus einer Franziskanerpfarrei leisten. Ebenso ermöglichte FRANZ HILF die Organisation und Durchführung von zwei Ferienlagern in den Sommerferien für arme Kinder.

In Albanien leistete FRANZ HILF Unterstützung beim Bau der Turnhalle für die Schule der Franziskanerschwestern.

Mit der Hilfe von FRANZ HILF konnte der jährliche Betrieb des sozialen Kindergartens der Franziskanerinnen in Montenegro aufrechterhalten werden.

FRANZ HILF leistete einen Beitrag für die Erneuerung der Heizungsanlage in einem von den Franziskanern geführten Kinderheim in Rumänien.

In Kasachstan wurden zwei Projekte von Franziskanerinnen im Bereich der Gesundheitsfürsorge und Betreuung von armen Kindern, Alten und Kranken durch FRANZ HILF unterstützt.

In Kirgisistan bekamen die Franziskanerschwestern Hilfe für den jährlichen Betrieb einer Armenküche.

Globaler Süden

In Mbingu/Tansania wurde mit Hilfe von FRANZ HILF eine Schulbibliothek für die St. Martin Schule der Franziskanerinnen eingerichtet. Die Schule ist eine Tages- und Internatsschule und wird von 264 Schülern aus ärmlichen Verhältnissen besucht, die meist nicht in der Lage sind, Lehrbücher zu kaufen.

Ebenso in Tansania, in Kijenge, einem Slum bzw. dicht besiedelten Stadtteil von Arusha, wurde ein Sozialprojekt zur Unterstützung von Kindern in Krisensituationen, die weit unterhalb  der Armutsgrenze leben und sich oft nicht einmal eine Mahlzeit leisten können, gefördert. 96 Kinder werden derzeit von den Little Sisters of St. Francis betreut.

Für die St. Clare of Assisi Schule der Franziskanerinnen in Babati wurden Computer, Drucker und ein Fotokopierer mit Unterstützung von FRANZ HILF angeschafft. Die Schule ist eine Tagesschule für Mädchen und Jungen, meist Waisenkinder, Kinder von alleinerziehenden Eltern, die an AIDS erkrankt sind oder von Kleinbauern, die nur minimale landwirtschaftliche Erträge erwirtschaften. Sie wird mittlerweile von 300 Schülern und Schülerinnen besucht.

In Injunyu konnten Kindergarten und Grundschule der Little Sisters of St. Francis durch die Versorgung für Kinder der Masai mit Lebensmitteln unterstützt werden. Viele Masai leiden mittlerweile an Verarmung und großer Hungersnot, was auch den immer knapper werdenden Weideflächen geschuldet ist. 200 Kinder besuchen die Einrichtung der Franziskanerinnen und erhalten dort zweimal täglich ihre Mahlzeiten.

Für 19 Waisenkinder in Same wurden für 2017 die Schulgebühren für ein Jahr übernommen, ebenso wie die Kosten für Schulmaterialien und medizinische Versorgung.

In Ascención de Guarayos, Santa Cruz/Bolivien wird das Frühförderungs- und Behindertenzentrum „TAU“ von den Terciarias de San Francisco betrieben, in dem derzeit 20 Kinder betreut werden. Dieses Projekt, das auf die Förderung von Motorik, Sprache und Sozialverhalten schwer mehrfach behinderter Kinder fokussiert ist, wurde für ein weiteres Jahr unterstützt.

FRNZ HILF leistete auch 2017 wieder einen Beitrag für das seit 2012 bestehende Ernährungszentrum Santa Clara in Ascención, in dem mehr als 230 unterernährten, chronisch kranken bzw. missgebildeten Kindern bis zu fünf Jahren Zukunftsperspektiven geschaffen werden. Neben der Ausgabe von Kindernahrung und Milch, Ernährungsberatung für die Eltern, Krankentransporten udgl. wird insbesondere Wert auf Kochkurse mit Soja gelegt. Soja wird als landeseigenes Produkt angebaut und kultiviert und da es billig ist, ist Soja auch für die armen Bevölkerungsgruppen erschwinglich.

In der Dorfschule von San José Obrero, einer Ganztagesschule, werden insgesamt 127 Kinder unterrichtet. Viele Kinder leiden auch während des Unterrichts an Hunger und die Eltern haben meist nicht genügend Mittel, um die Kinder ausreichend zu ernähren. Seit 2015 werden von den Schwestern in Zusammenarbeit mit den Eltern regelmäßige Mahlzeiten organisiert. Teilweise werden Lebensmittel gespendet, teilweise müssen aber auch welche zugekauft und die Transportkosten in diese entlegene Region bewerkstelligt werden. Um dies zu gewährleisten, unterstützte FRANZ HILF 2017 das Projekt mit finanziellen Mitteln.

Im Westen Kenias, nahe dem Victoriasee, befindet sich in Nyilimak/Lwak das St. Elisabeth Krankenhaus, das 1960 von den Franziskanerinnen eröffnet wurde. Es ist das einzige Krankenhaus der Stadt und die Menschen sind auf seine medizinische Versorgung angewiesen. Anfangs lag der Schwerpunkt des Krankenhauses in der Betreuung von werdenden Müttern und Kleinkindern, im Laufe der Zeit wurde es um weitere medizinische Abteilungen erweitert. Es fehlt noch an allen Ecken und Enden, aber die Verbesserung der Ausstattung für die Neugeborenenstation wurde durch die Finanzierung notwendiger medizinischer Geräte tatkräftig unterstützt.

FRANZ HILF leistete wichtige Nothilfe für etwa 1.000 Menschen in Kakuma in der Region Turkana, nahe der Grenze zum Sudan, einer der ärmsten Gegenden Kenias mit zahlreichen Flüchtlingslagern. 2016 fiel kaum Regen, es gab zahlreiche Ernteausfälle, die meisten Wasserstellen vertrockneten, ein Großteil der Tiere verendete und viele Menschen starben den Hungerstod. In etwa 25 Gemeinden konnte Nothilfe in Form von Mais und Bohnen geleistet werden. Die große Herausforderung des Transports in die meist entlegenen Orte wird von der Christlichen Gemeinde sichergestellt.

In Pirassunga/Brasilien leistete FRANZ HILF einen Beitrag für den von den Franziskanerinnen bereits 1920 gegründeten Kinderhort, in dem sich die Schwestern um die integrale Förderung von sozial benachteiligten Mädchen im Alter von 3 – 6 Jahren und deren Eltern bemühen. Die Mädchen kommen meist aus zerrütteten Familien und leben in prekären Wohnverhältnissen in den Armenvierteln der Stadt. Das Projekt ist eine wichtige Stütze für die Mädchen, die von der Straße geholt und so vor Gewalt und Gefahren geschützt werden.

Der Mädchenchor Canarinhos in Petrópolis wurde durch den Ankauf von Musikinstrumenten, Uniformen und Verpflegung unterstützt. 63 Mädchen aus sozial schwachem Umfeld werden bei diesem Projekt durch Musikunterricht und Chorgesang sozial und kulturell integriert, was u. a. ihre Eingliederung in die Gesellschaft fördert. Der Chor ist mittlerweile einer der bekanntesten Chöre Brasiliens.

Durch den Kauf eines Pick-ups für das Projekt Thallita konnte FRANZ HILF die Begleitung und Versorgung armer Kinder und ihrer Familien in Maceio im Nordosten Brasiliens unterstützen. Das Projekt wird von der Franziskanerprovinz in Recife begleitet. Das Team von Thallita sammelt auch überschüssige Lebensmittel von Bäckereien, Supermärkten und anderen Unternehmen und verteilt diese an die Familien, was mit Hilfe eines geeigneten Fahrzeugs leichter bewerkstelligt werden kann.
Trotz prosperierender Tourismusindustrie herrscht in dieser Region überdurchschnittlich viel Armut und soziale Ungerechtigkeit. Ein Großteil der Menschen fristet ihr Dasein unter der Armutsgrenze in sogenannten Favelas. Wegen der Perspektivlosigkeit der Leute und infrastruktureller Defizite beherrschen Kriminalität und Gewalt den Alltag der Bewohner. Das Zentrum Thallita ist der einzige Ort, an dem sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen eine Chance geboten wird.

In Indien, im Bundesstaat Tamil Nadu, wurde das Projekt der Franziskanerinnen des St. Joseph (FSJ) in Chennai, das die Ernährung, Gesundheit und Betreuung für Kinder aus armen Familien sowie Waisenkinder umfasst, auch 2017 wieder unterstützt. Ohne die ganztägige Betreuung durch die Schwestern und ihre Mitarbeiter wären die Kinder und Jugendlichen ganz auf sich allein gestellt und würden auf der Straße landen.

Die Franziskanerinnen Mariens arbeiten seit vielen Jahren sowohl präventiv als auch rehabilitativ an dem massiven Problem des Menschenhandels in Indien, informieren verschiedene Zielgruppen in Aufklärungsveranstaltungen und versuchen, die verschleppten Menschen wiederzufinden, sie auszulösen und ihnen ihre Menschenwürde und ein eigenständiges Leben wiederzugeben. Zur Betreuung der befreiten Frauen und Mädchen wurde in Jashpur/Chhattisgarh vor Jahren ein Übergangsheim gebaut , für das 2017 eine Wassererhitzungsanlage und ein Stromgewinnungssystem auf Solarbasis finanziert wurde.

FRANZ HILF - Franziskaner für Menschen in Not

Finanzbericht 2017

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               
MITTELHERKUNFT
I. Spenden
a) ungewidmete 1.340.978,51
b) gewidmete0,00
II. Mitgliedsbeiträge0,00
III. betriebliche Einnnahmen
a) betriebliche Einnahmen aus öffentlichen Mitteln0,00
b) sonstige betriebliche Einnahmen0,00
IV. Subventionen und Zuschüsse der öffentlichen Hand0,00
V. Sonstige Einnahmen0,00
a) Vermögensverwaltung237,93
b) sonstige anderen Einnahmen, sofern nicht unter Punkt
I. bis . IV enthalten52,27
VI. Auflösung von Passivposten für noch nicht widmungsgemäß
verwendete Spenden bzw. Subventionen150.000,00
VII. Auflösung von Rücklagen540.000,00
VIII. Jahresverlust5.864,85
 
Summe Mittelherkunft2.037.133,56
 
MITTELVERWENDUNG
I. Leistungen für statutarisch festgelegte Zwecke
a)Projektauszahlungen870.750,00
b)Projektaufwendungen17.955,52
II. Spendenwerbung218.433,00
III. Verwaltungsausgaben79.995,04
IV. Sonstige Ausgaben sofern nicht unter
Punkt I bis III festgehalten0,00
V. Zuführung zu Passivposten für noch nicht widmungsgemäß180.000,00
verwendete Spenden bzw. Subventionen
VI. Dotierung von Rücklagen670.000,00
VII. Jahresüberschuss0,00
 
Summe Mittelverwendung2.037.133,56
 

 

Steuerbegünstigung für Spenden

Mit der Nummer SO 1362 hat FRANZ HILF - Franziskaner für Menschen in Not - den Steuerbegünstigungsbescheid des Finanzamtes Wien 1/23 erhalten. Privatpersonen können damit Spenden an unser Hilfswerk in Höhe von bis zu 10 % der Einkünfte als Sonderausgaben von der Steuer absetzen. Im Rahmen des Steuerreformgesetzes 2015/2016 wurden auch die Bestimmungen über die steuerliche Geltendmachung von Spenden als Sonderausgaben geändert (§18 Abs. 8 EStG). Spenden, die nach dem 31.12.2016 an FRANZ HILF geleistet wurden, können nur mehr dann steuerlich geltend gemacht werden, wenn diese Spenden von FRANZ HILF im Wege einer verschlüsselten Datenübermittlung der staatlichen Finanzverwaltung gemeldet werden. Dazu benötigt FRANZ HILF den Vor- und Zunamen, das Geburtsdatum sowie die Zustimmung zur Datenübermittlung. Wir danken an dieser Stelle ganz herzlich für die zahlreichen positiven Rückmeldungen.

Selbstverständlich besteht auch weiterhin die Möglichkeit, unsere Arbeit durch eine Spende ohne Bekanntgabe der oben angeführten Daten zu unterstützen. Eine steuerliche Berücksichtigung kann dann aber leider nicht mehr erfolgen.

Firmen können die Spenden als Betriebsausgaben im selben Ausmaß geltend machen. Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.bmf.gv.at/steuern/selbststaendige-unternehmer/einkommensteuer/absetzbarkeit-spenden.html

Den detaillierten Jahresabschluss 2017 können Sie im Büro anfordern.

Medieninhaber und Herausgeber:
FRANZ HILF - Franziskaner für Menschen in Not
Elisabethstr. 26/23
1010 Wien
Tel.: +43 1 585 49 06
Internet: www.franzhilf.org
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Spendenwerbung und -verwendung:
P. Oliver Ruggenthaler OFM

Für den Datenschutz Beauftragter:
P. Oliver Ruggenthaler OFM               

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Franziskaner Österreich und Südtirol